Nutze die Kraft des PMS mit weiblicher Weisheit – ein neuer Blickwinkel hilft Dir dabei!

Heute Morgen, kurz nach meiner Meditation gehe ich auf die Strasse und werde fast von einem vorbeirauschenden Motorrad erfasst. «Hey pass doch auf du Idiot» rufe ich laut. Der Motorradfahrer dreht den Kopf und erwidert: «Selber Idiot». Ich kann grad noch ein verächtliches «JAAAAAAAAAAAA» und heftiges Kopfschütteln nachwerfen. Kurz darauf bin ich völlig genervt von meinem Kleinkind und nicht minder von meinem Mann und komme aus dem Kopfschütteln und dem Genervtsein gar nicht mehr raus. Sinnigerweise stelle ich mir die Frage, ob ich das mit dem Meditieren nicht einfach ganz lassen soll, wenn es ja eh nichts bringt. Sollte die morgentliche Meditation mir nicht helfen, ausgeglichen und mit mir im Reinen zu sein? Und sofort erinnere ich mich, dass ich ja früher eine sehr witzige und ausgeglichene Person gewesen bin, was mich melancholisch stimmt. Ein Tag später löst sich dann das gefühlte Chaos auf und ich bekomme meine Menstruation…

PMS

Wie kann es denn sein, dass ich JEDEN Monat in die selbe Fallt tappe und immer erst im Nachhinein realisiere –PMS! Natürlich höre ich mit der Meditation nicht auf, hab auch alle wieder ganz lieb und bin sozialverträglich, sogar im Strassenverkehr. Ich habe mir überlegt, ob man diese Wucht der Emotionen nicht eventuell anders nutzen könnte? In einem Buch von Christiane Northrup habe ich gelesen, dass Frauen früher in dieser speziellen Zeit dafür wertgeschätzt wurden, dass sie MEHR fühlten und diese Durchlässigkeit wurde als Weisheit und Wegweiser für Gefühle, die sonst nicht durchkommen angesehen. Heutzutage wird PMS immer nur negativ gewertet. Man hört ja bereits sich selber und andere sagen: oh nein, aus dem Weg gehen, bis sie wieder normal tickt!
Doch was, wenn wir es als weibliche Gabe sehen würden? Als eine Zeit, in der Frau sensibler ist und auch empfänglicher? Was wenn man diese Fähigkeit bewusst nutzt, um auch unangenehmen Themen anzuschauen und emotional zu erfassen? Ich habe etwas weiter recherchiert und möchte folgende Gedanken mit Euch teilen:

Unser Zyklus

Vom ersten Menstruationstag bis zum Eisprung bereitet sich der weibliche Körper auf die Empfängnis eines neuen Wesens vor. In dieser Zeit sind wir in Höchstform und voller Energie. Wir sind mehr nach aussen gerichtet , aktiv, kontaktfreudig und kreativ.
Während des Eisprungs und den fruchtbaren Tagen erreichen wir den Zenit und wirken auch stärker und attraktiver auf andere. Diese beiden Phasen werden in der westlichen Kultur als sehr positiv gewertet, da unsere Gesellschaft sehr Yang- oder aktivitätsbetont ist. Das sind die westlichen Ideale.
Findet keine Befruchtung statt, beginnt in der zweiten Zyklushälfte eine nachdenkliche und reflektive Phase, die mit dem Einsetzen der Menstruation endet. Die Aufmerksamkeit richtet sich nach innen. Wir sind in dieser Phase stärker mit unseren Gefühlen und mit unserem Unterbewussten verbunden. Die geschieht automatisch und viele Frauen haben während dieser Zeit eine gesteigerte Intuition, einen stärkeren Zugang zur inneren Stimme. Sie können sich auch besser in andere Menschen einfühlen.

Bei indigenen Kulturen gilt die Menstruation als Zeit positiver Kraft. Frauen sollen zur Zeit der Menstruation einen verstärkten Zugang zur kosmischen Energie und zu ihrer weiblichen Kraft haben. Deswegen versammeln sich menstruierende Frauen in einer sogenannten Mondhütte, um gemeinsam den Zugang zu einer höheren Dimension zu intensivieren.
In unserer, nach aussen gerichteten Kultur hat diese Phase einen geringen Stellenwert, eine Frau die wegen des PMS «durchlässiger» ist empfindet sich selber als mühsam und andere tun es ihr gleich.
Doch was will unsere innere Stimme uns in dieser Zeit sagen? Hören wir überhaupt zu? Ohne zu werten? Durch Negieren und Vermeidungstaktik werden die Dinge, die aus unserem Unterbewussten hochgespült werden, weggedrängt. Dadurch kann Aggression, Reizbarkeit, Wut oder melancholische Verstimmung genährt werden.

Der neue Blickwinkel:

Es ist wichtig, sich in dieser Phase ernst zu nehmen, sich Ruhe zu gönnen, denn sie weist uns auf etwas hin, das unverarbeitet ist oder etwas Platz braucht. Deshalb lasst uns die prämenstruelle Phase und die Menstruation als Zeit der psychischen und physischen Klärung und Reinigung betrachten. Als eine Chance, die uns Frauen jeden Monat geboten wird, wieder ins Reine zu kommen oder feinfühlig etwas nachzuspüren.

Was sind Eure Erfahrungen?

 

Gabriela

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